Funktionen und Vorteile von IT-Asset-Management-Software
Im Kern ist IT-Asset-Management eine Disziplin, die auf der Erfassung und Analyse von Daten basiert. Früher führten Unternehmen möglicherweise Papierunterlagen, in denen ihr Bestand an Hardware- und Software-Assets, die Kosten je Asset und weitere Daten dokumentiert waren. Die Verbreitung von IT in Unternehmen hat es jedoch praktisch unmöglich gemacht, IT-Assets mit einem papierbasierten System detailliert nachzuverfolgen.
Führende Unternehmen im IT-Bereich nutzen IT-Asset-Management-Software, um aktuelle Aufzeichnungen über ihre IT-Assets zu führen, die wichtige Entscheidungen zur Verwaltung von IT-Ausrüstung unterstützen. Nachfolgend haben wir einige Kernfunktionen dieser Software sowie die jeweiligen Vorteile für Ihr Unternehmen aufgeführt:
Umfassende Nachverfolgung von Hardware- und Software-Assets
Ein umfassendes System zur Datenverfolgung muss im Zentrum jedes effektiven IT-Asset-Management-Systems stehen. Die Fähigkeit, Assets und ihre Attribute über mehrere Dimensionen hinweg zu verfolgen, ist ein entscheidender Werttreiber für Unternehmen, die IT-Asset-Management nutzen möchten, um ihre IT-bezogenen Entscheidungen zu verbessern.
Die Bestandsverfolgungsfunktion von IT-Asset-Management-Software geht über eine einfache Liste der verfügbaren Assets hinaus. Sie umfasst konkrete Details und Spezifikationen zu Hardware und Software, die echte Transparenz über Ihre IT-Fähigkeiten schaffen. Unternehmen nutzen IT-Asset-Management-Software, um ihre Computing-Assets nachzuverfolgen – einschließlich Details wie Produktnummer, SKU und Kaufdatum sowie technischer Spezifikationen wie CPU-Typ, Prozessorgeschwindigkeit, Arbeitsspeicher, verfügbarer Speicherplatz, IP-Adresse und zahlreicher weiterer Parameter.
Funktionalität für das Management der Lizenz-Compliance
Softwarelizenz-Compliance ist ein wichtiges Thema für Unternehmen, die Drittanbieter-Software lizenzieren. Wenn Sie Software für mehrere Benutzer in Ihrem Unternehmen von einem Drittanbieter lizenzieren, können Sie externen Audits unterliegen, um sicherzustellen, dass Sie die Bedingungen Ihrer Service-Level-Vereinbarungen einhalten. Die größten Softwareanbieter der Welt erzielen jährlich Milliardenbeträge, indem sie Abonnenten überprüfen, bei denen der Verdacht besteht, dass sie ihre Services missbräuchlich nutzen. Ob Sie sich dessen bewusst sind oder nicht: Ihr Unternehmen könnte erheblich belastet werden durch:
- „True-ups“ – ausstehende Gebühren, die gezahlt werden müssen, wenn festgestellt wird, dass das Unternehmen mehr Lizenzen nutzt, als in seiner Service-Level-Vereinbarung zulässig ist
- Zusätzliche finanzielle Strafen wegen Verstößen gegen die Bedingungen der Service-Level-Vereinbarung
- Eine Rechnung über die Kosten des Software-Audits, bei dem die Non-Compliance-Probleme festgestellt wurden
- Rückwirkende Lizenzgebühren, wenn Software über einen längeren Zeitraum hinweg entgegen der Service-Level-Vereinbarung nicht ordnungsgemäß bereitgestellt wurde
Unterm Strich müssen Unternehmen Lizenzvereinbarungen einhalten, um ein kostspieliges Software-Audit mit hohen Bußgeldern zu vermeiden. IT-Asset-Management-Software ermöglicht es Unternehmen, automatisch zu erkennen, welche Software auf jedem mit dem Unternehmensnetzwerk verbundenen Computer installiert ist. Die automatisierte Softwareerkennung kann mit Service-Level-Vereinbarungen abgeglichen werden, um Compliance sicherzustellen und empfindliche Strafen im Zusammenhang mit einem nicht bestandenen Software-Audit zu vermeiden.
Software-Nutzungsdaten und -Analyse
Wenn ein Unternehmen 10 Softwarelizenzen kauft, die Software aber 15-mal installiert, drohen Strafen wegen Verstoßes gegen die Service-Level-Vereinbarung mit dem Softwareanbieter. Doch was ist, wenn das Unternehmen 15 Lizenzen kauft und die Software nur 10-mal installiert?
Unternehmen nutzen IT-Asset-Management-Software, um Softwareinstallationen zu bewerten und Software-Nutzungsdaten zu analysieren. So können sie überhöhte Kosten durch ungenutzte Softwarelizenzen vermeiden. Softwareanwendungen können verwendet werden, um die Anzahl der Geräte zu verfolgen, auf denen eine bestimmte Anwendung installiert wurde, sowie die tatsächlichen Nutzungsstatistiken der Anwendung. Schließlich ist auch eine bezahlte Lizenz vergeudet, wenn die Anwendung vom Benutzer nie verwendet wird – und genau hier bietet sich dem Unternehmen eine Möglichkeit zur Kostensenkung.
Einkaufsfunktionalität/Integration
Viele Unternehmen verfolgen IT-Einkäufe über ein Beschaffungssystem und verwalten den IT-Bestand über ein separates System. Häufig fehlt jedoch die Verbindung zwischen beiden Systemen. Das bedeutet, dass die für die Verwaltung von IT-Assets verantwortlichen Personen möglicherweise keinen vollständigen Einblick in die Service-Level-Vereinbarungen und Verträge haben, die Softwarelizenzen regeln, und künftige Anschaffungen nicht richtig planen oder nicht erkennen können, wann Softwareverträge verlängert werden müssen.
IT-Asset-Management-Software muss einen Gesamtüberblick darüber bieten, wie das Unternehmen seinen Bedarf an Hardware und Software deckt, indem Beschaffung und IT-Management in einem Dashboard integriert werden. So können Unternehmen ihre aktuelle Software genau bewerten und den künftigen Bedarf in derselben Oberfläche prognostizieren – als Grundlage für wirksame strategische Planung und Budgetzuweisung.
Auf der Hardwareseite ermöglicht Transparenz im Einkauf IT-Asset-Managern, den Austausch des IT-Bestands korrekt zu budgetieren, Neuanschaffungen entsprechend dem Bestand zu planen, der sich dem Ende seines Lebenszyklus nähert, und Finanzdaten zusammen mit Nutzungsdaten des IT-Bestands zu analysieren, um den besten Weg für die IT Asset Disposition zu bestimmen.